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Jugendherberge Zielow steht zum Verkauf

Die Jugendherberge in Zielow ermöglichte schon vielen Schulklassen und Gruppen tolle Ferien bei uns auf dem Lande. Mit seinem direkten Zugang zur Müritz und seiner Alleinlage, hat das Anwesen alles was man braucht für eine unbeschwerte Zeit am See. Es gibt unter anderem einen eigenen Strand, ein Volleyballfeld und sogar einen kleinen Hafen.

Das Gebäude wurde von einem Berliner Ruderclub als Schutzhütte errichtet, 1936 begann der Umbau zu einer Jugendherberge.  Ab 2000 erfolgte eine grundlegende Sanierung und Modernisierung, verbunden mit dem Ausbau des Dachgeschosses. Im Haupthaus sind so im Laufe der Zeit 41 Gästezimmern mit 90 Betten entstanden.

Im vergangenen Jahr hat das Deutsche Jugendherbergswerk den Pachtvertrag mit der Gemeinde gekündigt und damit das Feld geräumt. Manfred Achtenhagen, sucht nun im Auftrag der Gemeinde einen Käufer mit einem passenden Nutzungskonzept für das Anwesen. www.gutsdorf.de/jugendherberge-zielow

775 Jahre Zielow

Elke Enders (Nordkurier): Irgendwas ist anders in Zielow: die auffallend frische Luft, die von der Müritz weht, die vielen Schwalben, die inmitten des Dorfes an einer Pfütze hastig klebrigen Sand picken, um diesen sogleich an einer Stallwand, wo unzählige Nester pappen, zu verbauen. Wo gibt es sowas noch? Und auch die Tatsache, dass das Dorf – sei es auch noch so klein – einen Süd- und einen Nordflügel besitzt, wie  Udo Hackbusch und Gerd Köppen schmunzelnd erzählen – all das macht das Besondere aus. Auch eine Jugendherberge gibt es hier, einen Reitverein, einen Förderverein, der sich um die kleine Fachwerk-Kirche kümmert, einen Campingplatz, viele Tourismusunternehmen, einen Deutschen Meister im Segeln „Laser Radial“… „54 Einwohner, 14 Gewerbeanmeldungen und null Arbeitslosigkeit“, warten Udo Hackbusch und Gerd Köppen mit Zahlen auf. Das ist es, was Zielow ausmacht. Und genau jene Ortschaft, die zur Gemeinde Ludorf gehört, hat am Sonnabend, 9. Juni, Großes vor. Begangen wird die 775-Jahrfeier, zu der Gäste herzlich willkommen sind.

Los geht es um 14.30 Uhr im Kreuzungsbereich, wo gewöhnlich auch das Straßenfest steigt – seit die alte Holperpiste 1994 ersetzt wurde. Das 14. oder 15. Straßenfest stände an. Diesmal werden die Feierlichkeiten mit der 775-Jahrfeier verknüpft. Anders als im Jahr 1987 bei der 750-Jahrfeier soll es aber keinen Umzug geben. Jeder im Dorf sei schon so eingebunden, noch einen Umzug auf die Beine zu stellen, würde den Rahmen sprengen, heißt es. Nichtsdestotrotz soll es vergnüglich zugehen. Mit Blasmusik, Springburg, Ponyreiten, Wettmelken und nicht zuletzt der Fotoausstellung in der Kirche ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ab 14.30 Uhr wird zur Kaffeetafel (Geschirr bitte mitbringen) und Tombola eingeladen. Abends gibt es Schwein und Pute am Spieß, zu späterer Stunde Diskoklänge und Live-Musik mit Pete. Auch die Stallung von Gerd Köppen lohnt es aufzusuchen. Dort nämlich hat der Zielower ein buntes Allerlei aus alten Zeiten zusammengetragen.

Seit November werkeln die Einwohner am Programm. „Ab Januar ging es ans Eingemachte“, erzählt Udo Hackbusch. Überhaupt sei der Zusammenhalt im Dorf noch recht in Ordnung. „Das ist wie in einer Familie, mal gibt es Streit, dann ist es auch wieder gut“, sagt Hackbusch. Er selbst ist sozusagen ein Urgestein, hat seine Linie zurück verfolgt, die in Zielow seit Generationen ansässig ist.

So dicht an der Müritz zu leben, wie es die Zielower tun, bedeute Fluch und Segen. Udo Hackbusch weiß, dass sich hier in den 50er-Jahren das Eis auftürmte, einmal wurden ganze Bootschuppen zerdrückt.

Der Name Zielow hat seinen Ursprung in Sylowe (13. Jahrhundert), dann Silow. Der „Ort des Zila“ ist von zilu (slawisch: lebend) abgeleitet. 1237 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt, in einer „Bestimmung über das Dobbertiner Kloster“, wo von sechs Hufen die Rede ist, aus denen Einkünfte bezogen werden könnten.

DSL in Zielow wegen Telekom verzögert!

Nach neuesten Infos des Providers schnell-im-netz.de GmbH (SIN) vom 15.11.2011 ist in Zielow alles einsatzbereit. Einzig die Telekom trödelt. Die Masten stehen, die Richtfunkverbindung auch, sogar der KVZ der Telekom steht. Die Telekom scheinbar auch, denn bevor Zielow online gehen kann, muß die Telekom in Düsseldorf ihre Datenbank aktualisieren und dazu hat sie scheinbar wenig Lust. Anders läßt sich nicht erklären, daß die Inbetriebnahme nicht endlich abgeschlossen wird. Trotz ständiger Nachfragen und Erinnerungen durch SIN tut sich wenig bis nichts.

Pech für die Zielower: Erst nach der Aktivierung durch die Telekom kann SIN die Wünsche der Interessenten an die Telekom weiterleiten und dann wird es nochmal einige Wochen Bearbeitungszeit kosten, bevor in Zielow auch nur ein Bit zugestellt werden kann.

Schwacher Trost: Die Zielower sind nicht allein, denn dieser unerträgliche Zustand herrscht nach Auskunft von SIN deutschlandweit und betrifft alle unabhängigen Provider.

Die Ludorfer und Gnever sollten indes nicht zögern, Verträge mit SIN abzuschließen, denn die Technik funktioniert und die ersten Kunden werden mit stabilen 6.000 kBit/s versorgt.