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Gutshaus Ludorf Frontansicht
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Gutshaus Ludorf feiert Jubiläum

Seit 20 Jahren empfangen Familie Achtenhagen und ihr Team Gäste im restaurierten Ludorfer Gutshaus. Das soll gefeiert werden, mit einer großen Jubiläumsführung, der Eröffnung der Ausstellung „Von Mecklenburg in die Welt“ und einem Mittagessen „Mecklenburger Küche neu aufgelegt“ am Sonntag dem 15.03.2020 um 11 Uhr.

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Oldtimer-Frühling in Ludorf

Das Gutshaus Ludorf wurde im Mai Schauplatz verschiedener Oldtimertreffen.  So trafen sich rund 60 Aston Martin Automobile aus allen Jahrgängen, um im Gutshaus bewirtet zu werden. Bei einer historischen Führung mit dem Gutsherren wurde auch die Ludorfer Kirche besichtigt.

Letztes Wochenende kamen dann noch 20 ganz unterschiedliche Oldtimer für 4 Tage nach Ludorf (siehe Bildbeschreibung) zur MV Cruise. Bei dem Oldtimer Event konnten die Teilnehmer auf Tagestouren von über 300 km stilvoll das Land entdecken. Ausgangsort dafür war das Romantik Hotel Gutshaus Ludorf.

Nächstes Wochenende kommen auch schon die nächsten Oldtimer nach Ludorf, nämlich die Freunde gut erhaltener BMW’s.

 

Büchersegen für Ludorf

Manfred Achtenhagen staunte nicht schlecht über einen Besuch der besonderen Art, der sich in der Vorweihnachtszeit ereignete. Ein Mann namens Hans-Heinrich Steinbek klingelte an der Tür des Gutshauses und trat ein, um seine außergewöhnliche Geschichte zu erzählen.

Sie handelt von seinem Vater, eigentlich ein Röbeler, der zu Kriegsende als Bürgermeister in Ludorf eingesetzt war. Im Mai 1945 beobachtete er eine Szene, die ihn stark berührte. Russische Soldaten, die damals das Dorf besetzen, plünderten das Gutshaus. Sie entsorgten, was sie nicht brauchen konnten, unter anderem die Bibliothek des alten Gutsherrn, der kurz zuvor verstorben war. Einige Hundert Bücher landeten so auf dem Misthaufen. Als gelernter Buchdrucker konnte der Bürgermeister das nicht ertragen und rettete heimlich so viele Bücher, wie er nur konnte.

Viele Jahre blieben die Bücher dann in seinem Besitz und als er starb, gingen sie an seine Kinder über, denen er die Geschichte oft erzählt hatte.

72 Jahre nachdem sich die Geschichte zugetragen hatte, beschlossen sie, es sei an der Zeit, die geretteten Bücher nach Ludorf zurück zu bringen, zurück in die Bibliothek des Gutshauses, wo sie einst standen, zu Manfred Achtenhagen, auch ein Bücherliebhaber, der die Bibliothek heute pflegt.

Am Tag der Übergabe war dann sogar ein Kamerateam vom NDR zugegen, um von dem besonderen Ereignis zu berichten. Die Ludorferin Christa Hempel, die noch Sütterlin lesen kann, kam ins Gutshaus, um feierlich ein paar Sätze aus einem alten Tagebuch der Gutsfamilie vorzulesen. Manfred Achtenhagen bedankte sich für die Rückgabe und verkündete, dass er die Bücher nun zuerst sichten wolle, um sie dann wieder ordentlich in die Bibliothek einzusortieren.