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Reitturnier 2017

Bei tollem Wetter und guter Stimmung hat am Wochenende wieder das Dressur- und Springturnier in Ludorf erfolgreich stattgefunden.  Um die 190 Reiter haben an 25 ausgeschriebenen Prüfungen ihr Können bewiesen.  Der Reit- und Votligierverein Ludorf e.V. unter der Leitung von Heiko Frahm wurde in diesem Jahr erstmalig vom Warener Autohaus Multhaup unterstützt. Das Autohaus stellte dann auch einen Wagen für das beliebte Jump & Drive Springen, bei dem erst gesprungen, dann gefahren wird.

Doppelsieger des großen Preis der Klasse M ist Rebecca Wilke vom PSV Alte Ziegelei Sternberg e.V., die gleich Platz 1 und 2 belegt hat. Danach auf Platz 3 folgt Ralf Weihs vom RFVV Ludorf.

Müritzlauf führt durch Ludorf

Alljährlich zieht die Karawane der Langstreckenläufer und Begleiter auch durch Zielow und Ludorf in Richtung Röbel. Als Ultramarathonläufer oder in Staffeln werden die 75 km erlaufen.

Wind zwingt Segler zum Schwimmen

Nasser Hilferuf auf der Müritz: Die Leitstelle alarmiert die Feuerwehr aus Rechlin und die Wasserwacht, um zwei Wassersportlern zu helfen.

Zwei Segler sind am Donnerstagnachmittag auf der südlichen Müritz zwischen Ludorf und Zielow gekentert und mussten von der Wasserwacht, die gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Rechlin alarmiert wurde, aus dem Wasser gefischt werden. Wie es auf Nachfrage bei der Wasserschutzpolizei in Waren hieß, habe ein plötzlich aufkommender Wind das Segelboot auf die Seite gelegt. Die zwei Segler sind bei dem Unfall nicht verletzt worden.

Die Wasserwacht musste auch zu einem anderen manövrierunfähigen Sportboot an das Ostufer der Müritz ausrücken. Bevor die ehrenamtlichen Helfer aber vor Ort eintrafen, hatte der zuständige Bootsvercharterer den Hobby-Kapitänen bereits helfen können.

Quelle: Nordkurier

Zwischenfälle beim Wassersport

Junge Frau aus Seenot gerettet

Ludorf· 08.07.2014 (Quelle: Nordkurier, S.V.):
Immerhin rund einen Kilometer war am Dienstag eine junge Frau aus Berlin schon vom rettenden Ufer entfernt, als der Wasserski-Läuferin ein Malheur passierte. Ihr Verbindungsseil zum ziehenden Boot geriet in die Schiffsschraube und die Sportlerin in Seenot. Weil das manövrierunfähige Boot ihr nicht zu Hilfe kommen konnte, alarmierte der Schiffsführer die Wasserschutzpolizei und die Wasserwacht. Die leicht unterkühlte Wasserski-Läuferin blieb unverletzt und musste nur kurz ambulant behandelt werden.

Bei Gewitter in Seenot geraten

Zielow· 12.06.2014  (Quelle: Nordkurier, C.S.):
Trotz der Warnungen der Metereologen hat sich ein Urlauberpaar auf das kleine Meer gewagt und eine böse Überraschung erlebt. Die Wasserwacht warnt davor, sich bei schlechtem Wetter auf die Müritz zu begeben.

Bei Wind und Wetter musste die Wasserwacht am Mittwoch auf die Müritz raus, um ein in Seenot geratenes Urlauberpaar zu retten. Ein anderes Wasserfahrzeug hatte die Segler entdeckt und die Retter alarmiert. „Die haben sich vorbildlich verhalten“, lobt Stephan Radtke von der DRK-Wasserwacht die aufmerksamen Hobby-Kapitäne.

Die Urlauber, die manövrierunfähig vor Zielow in der Müritz trieben, haben sich nicht mehr selbst helfen können, hieß es. Die Frau habe eine Panikattacke erlitten und musste sich anschließend wegen Unterkühlung im Müritz-Klinikum behandeln lassen. Die Wasserwacht beklagte den Leichtsinn der Freizeit-Skipper, die sich trotz der Unwetterwarnung aufs Wasser begeben haben.

Reitturnier 2011

Das Turnier war in diesem Jahr von Wetterkapriolen gekennzeichnet, die der Stimmung unter den Teilnehmern solcher Veranstaltungen unter freiem Himmel immer einen ganz eigenen Charakter verleiht. Je nach persönlichem Gemüt wird der Regen mit Humor, Gelassenheit oder Fluchen genommen. Einig waren sich die etwa 360 Teilnehmer über die gute Organisation und das hohe Niveau der Veranstaltung. Es wurde wie immer konzentriert und engagiert gekämpft und am  Ende konnten die Kreismeister  wie folgt gekürt werden (Angaben o. Gewähr):

  • Dressur Junioren: Sophie Gottschalk RFVV Ludorf,
  • Dressur junge Reiter: Julia Bergmann Bollewick,
  • Reiter und Senioren in Dressur: Constanze Nagel SV Robinson Fleesensee,
  • Springen Junioren: Franziska Eisenberg SV Robinson Fleesensee,
  • Springen junge Reiter: Eileen Schulz Ludorf,
  • Springen Reiter Senioren: Ralf Gramenz RfV Groß Vielen,
  • Reiter und Springreiter Junioren: Sophie Frahm, Gina Bräuer Ludorf,
  • Springen Senioren: Dieter Gottschalk Groß Vielen.

Reit-, Spring- und Fahrturnier 2008

In diesem Jahr war das traditionelle Reitturnier (so ist die eingebürgerte Kurzbezeichnung) zugleich Kreismeisterschaft im Dressur- und Springreiten. Über zwei Tage gab es gutorganisierten Pferdesport der sehenswerten Art. Neben den Reitern waren auch Gespanne zu bewundern. Aus ganz Norddeutschland kommen mittlerweile die Starter mit ihren edlen Tieren nach Ludorf.  Im letzten Jahr und auch 2008 hatte die Gemeinde erhebliche Mittel in die Sanierung des Kampfrichterturms investiert, um den Fortbestand des Turniers und seine Attraktivität zu sichern.

Mit vielen freiwilligen Helfern war es dem Ludorfer Reitverein wieder gelungen, eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Angesichts des wechselhaften Wetters der letzten Wochen hatten die Ludorfer ausgesprochenes Glück an diesem Wochenende.

Eissegel WM und EM 2006 finden auf der Müritz statt

Am 1.3. vorerst als Gerücht gewertet, stellte es sich wenig später als Tatsache heraus: Die diesjährigen Welt- und Europameisterschaften im Eissegeln finden auf der Müritz statt!

Eigentlich für Finnland geplant, sah man sich angesichts der tiefverschneiten Seen außerstande, die Meisterschaften auszutragen. Eis-Scouts hielten daraufhin nach Alternativen Ausschau. Polen und Schweden wurden in Erwägung gezogen, aber letztendlich entschied man sich für die Müritz. So ist es auf der Website der Organisation zu lesen. (Die deutschen Eissegler haben ihre Internetheimat hier.)
Am Samstag schon waren die ca. 200 Eisflitzer aus 18 Nationen auf der oberen Müritz vor Klink zu beobachten, wo im Hotel Müritz kurzerhand das Hauptquartier aufgeschlagen worden war.

Sonntag vormittag kam Timo Caravitis, Vorsitzender des WM Organisationskommitees und Präsident des finnischen Eissegelverbandes, auf seinem Quad aus Richtung Westen über das Eis. Gleichzeitig fuhren mehrere Fahrzeuge des Regattatrosses auf den Parkplatz des Ludorfer Wasserwanderrastplatzes. Dann kam die Entscheidung: Start so bald wie möglich etwa einen Kilometer nördlich der Halbinsel Steinhorn. Hektische Telefonate wurden geführt.

Noch ahnt kein Ludorfer etwas von dem Ereignis. Über die Qualität des etwa 20-30 cm dicken Eises der Müritz sind die Einheimischen geteilter Meinung. Immerhin hatte es in den vergangenen Wochen wiederholt getaut. Aber der in den letzten Tagen gefallene Schnee ist pulverig und das Eis hart.

Der Mut der Eissegler steckt an. Am Nachmittag, als die Nachricht von der Verlegung der Regattastrecke die Runde gemacht hat, trauen sich einige interessierte Ludorfer, Segler aus der Umgebung, Touristen und sogar ein Fersehteam vom NDR auf’s Eis.
Ein eindrucksvoller Anblick bietet sich etwa einen Kilometer vom Ufer entfernt. Weit erstreckt sich die Müritz in alle Himmelsrichtungen. Fast unmöglich, über die monoton weiße Fläche Entfernungen zu schätzen.

Man sagt den Finnen ja einen gewissen Mangel an Temprament nach. Nichts davon ist bei Timo Caravitis zu spüren. Er ist augenscheinlich froh, hier so gute Bedingungen vorzufinden und das Wetter spielt auch mit; mittlere Winde und ab und zu ein Sonnenstrahl.

Bereitwillig erklärt er den wenigen, aber interessierten Zuschauern den Kurs, der im Gegensatz zum nassen Segeln nicht dreieckig ist, sondern nur aus Start-Ziel-Linie und einer Luv-Wendemarke besteht: Die Eissegler starten von der langen Startlinie aus schräg gegen den Wind, um zur genau vor ihnen liegenden “Luvboje” zu kreuzen, diese zu runden und auf einem Zickzackkurs wieder zur Ausgangslinie zurückzukehren. Täglich mehrere Wettfahrten werden in der kommenden Woche zu absolvieren sein.

Dann geht es los. Der Start wurde vollzogen und die 60 Starter nähern sich auf ihrem windbestimmten Zickzackkurs unserer Wendemarke. Einer nach dem anderen zieht vorbei. Wie beim richtigen Segeln gibt es an der “Boje” packende Manöver um die besten Plätze. Hier zeigt sich, welcher Kreuzkurs erfolgreich war, wer den Wind am besten für sich nutzen konnte und wer Vorfahrt hat. Nur, das alles viel schneller passiert, als beim Segeln der Boote. Mit etwa 50 – 70 km/h gleiten die dreikufigen Renner fast lautlos vorbei, die Masten unter der Windlast gespannt wie eine Saite. Nach wenigen Minuten hat das gesamte Feld die Wende passiert.

Dann ist es wieder still. Die Fernsehleute packen ein. Sie haben ihre Bilder im Kasten. Der Redakteur eilt mit dem Videoband nach Schwerin ins Studio. Gelegenheit, Timo Caravitis noch ein paar Fragen zu stellen. Warum hier vor Ludorf? Ist es in Klink nicht genauso? Er schüttelt den Kopf: Hier auf der südlichen Müritz haben sie bei dieser Windrichtung mehr Auswahl, ihren Kurs zu legen. Außerdem hätte es in Klink geschneit bei kaum 200 Metern Sicht. Drei Wettfahrten wollen sie noch starten. Die letzte spätestens 17.30 Uhr, eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang. So sehe es das Reglement vor.

Sonnenuntergang um 18.00 Uhr? Ach ja, wir haben ja schon Anfang März. Verwöhnt vom zeitigen Frühlingsanfang der letzten Jahre nehmen wir wahr, daß fast ganz Deutschland dieser Tage in einem nie dagewesenen Schneechaos versinkt. Vorbeiziehende Schwärme von Wildgänsen und -enten erinnern uns an die Vogelgrippe. Und Ludorf erlebt eine Weltmeisterschaft. Es ist viel los, dieser Tage. Langsam setzen sich die Zuschauer in Richtung Zeltplatz in Bewegung. Ein ungewöhnlicher Spaziergang an diesem Sonntagnachmittag. Aber ein schönes Erlebnis.

Nachtrag: Am späteren Nachmittag fängt es an zu schneien und zwei Stunden später liegen 15 cm Neuschnee auf Wald und See. Der Winter hat uns wieder.