Alle Artikel mit dem Schlagwort “Natur

Baum-Sponsoren gesucht

Die Gemeinde Ludorf hat im Spätherbst 2016 zur weiteren Verschönerung des Ortsbildes 26 junge Bäume in den örtlichen Park gepflanzt. Dazu gehören 15 Rotbuchen, 5 Stieleichen, 5 Schwarzerlen und 1 Hängeweide. Die Kosten pro Baum liegen zwischen 64,20 € und 74,90 €.

Nun werden Mitmenschen gesucht, die sich bereit erklären, die jeweiligen Anschaffungskosten für einen Baum zu übernehmen und so eine Art Patenschaft zu erwerben – ohne Verpflichtungen. Denn die zukünftige Pflege der 26 Jungbäume wird durch die Gemeinde selbst übernommen.

Sollte Ihr Interesse geweckt sein, melden Sie sich einfach im Amt Röbel-Müritz bei Frau Wernecke unter der Telefonnummer 039931/80265 oder per E-Mail an: n.wernecke@amt-roebel-mueritz.de

Neujahrswanderung auf den Großen Schwerin

Wie jedes Jahr trafen sich ein Dutzend Naturfreunde in Gneve zur traditionellen Neujahrswanderung auf den Großen Schwerin. Der Ornithologe und Betreuer des Naturschutzgebiets Rainer Schwarz führte wie immer die Gruppe und hatte einige interessante Neuigkeiten zu berichten.

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Eschen in Not

Der Nordkurier berichtete am 1.10.15 in der Müritz-Zeitung über den Befall vieler Eschen im Bruch am Kaasboomhorst mit einem mikroskopisch kleinen Pilz. Das Falsche Weiße Stengelbecherchen verstopft die Flüssigkeitskanäle in den Bäumen und verursacht so das sog. Eschentriebsterben. Das ist kein spezielles Ludorfer Problem sondern betrifft Eschenbestände weltweit. Neun der rund 18 ha sind befallen und müssen bald abgeholzt werden, damit der Schaden nicht noch größer wird.

Die vertrocknenden Bäume stellen auch ein Sicherheitsrisiko dar, denn der Campingplatz und öffentliche Wege befinden sich in unmittelbarer Nähe. Umfallende Bäume kann keiner gebrauchen.

König der Lüfte! Oder?

Juli 2015; Er wird im Volksmund als König der Lüfte bezeichnet: der Adler. Was aber, wenn es zwei gibt? Und dann noch große und kleine, sprich: See- und Fischadler) Dann werden sie sicher nicht das Spiel der Könige (Schach) spielen, um die Rangordnung bei Hofe zu klären, sondern es geht um Reviere.

So ist es immer mal wieder zu beobachten, daß ein Seeadler aus Richtung Steinhorn von den Winden in Richtung Ludorf getragen wird. Nun gibt es in Ludorf aber einen Fischadlerhorst, wo sich derzeit Jungvögel mental auf ihre ersten Flugversuche vorbereiten. Einen Seeadler kann man da wirklich nicht gebrauchen! Ergo steigt ein Altvogel auf und macht dem vermeintlichen König der Lüfte klar, was Verletzung des Luftraums bedeutet. Einige Windböen und Attacken später ist der Seeadler abgezogen und der Fischadler kehrt von der Lehrvorführung für den Nachwuchs siegreich auf seinen Horst zurück.

Größe ist eben nicht alles. Das wußten wir schon aus der Geschichte von David und Goliath. Die Adler müssen es immer wieder neu ausprobieren.

Hornissen!

Beim Spaziergang durch Felder und Wiesen schweift der Blick in die Ferne und man atmet die Weite der Landschaft an der Müritz. Aber auch Naheliegendes ist einen Blick wert. Schon am nächsten Baum läßt sich mitunter Interessantes entdecken. So zum Beispiel ein Hornissennest.

Der Volksmund hat ja für Hornissen nicht sehr viel übrig. Ihre Gefährlichkeit ist aber ein weitverbreiteter Irrglaube, denn ihre Stiche töten weder Pferd noch Mensch. Allergiker sollten sich allerdings in Acht nehmen, denn Hornissenstiche wirken ähnlich wie die von Bienen und Wespen. Das Gift der Hornissen ist weniger giftig als das der kleineren Bienen und Wespen und sie sind auch nicht so aggressiv. Als Insektenfresser helfen sie den Menschen ebenso wie die Fledermäuse, denn ein Volk von typisch 300-400 Tieren vertilgt pro Tag bis zu 500 Gramm Insekten.

Um sich ihre Nester bauen zu können, sind Hornissen auf verrottetes Holz angewiesen. Dieses finden sie in hohlen oder abgestorbenen Bäumen. Weil solche Gehölze auch idealen Lebensraum für Insekten aller Art bieten, finden Hornissen ideale Bedingungen vor. Aus dem Holzmehl konstruieren die Tiere ihre kunstvollen Wabenbauten.

Wir hoffen, daß Ihnen dieser kleine Einblick ein Anregung für Ihren nächsten Herbstspaziergang ist, mal auf die kleinen, unscheinbaren Dinge am Wegesrand zu achten und daß Sie an den kleinen Wundern der Natur ebenso Spaß haben, wie an den großen.