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Historische Traktoren in Ludorf

November 2013: Oldtimer haben das Gewisse Etwas, sind immer ein Hingucker. Das gilt nicht nur für chromblitzende Automobile sondern auch für Arbeitsgeräte vergangener Tage. Wie zum Beispiel die wunderschön restaurierten Traktoren der Marktfrucht GbR, die von Ewald Kaiser, Ortwin Gessulat und Hans-Joachim Sommerfeld wiederhergestellt wurden.

Wer mehr darüber lesen will, hier entlang, bittesehr.

Abbaden 2013? Wasserschutzpolizei rettet Kuh

ie Wasserschutzpolizeiinspektion Waren meldete am 23.9.13:

“Am Donnerstagnachmittag ging bei der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren ein Notruf der besonderen Art ein. Die Anruferin aus Ludorf am Westufer der Müritz teilte mit, dass ihre Mutterkuh in die Müritz gelaufen sei und nun zu ertrinken drohe. Auf Rufe reagierte die Kuh nicht. In der Folge kam das Streifenboot „Seeadler“ zum Einsatz. Mit dessen Schlauchboot trieben die Beamten die Kuh wieder ans Land, wo sie von der Eigentümerin erleichtert empfangen wurde.” Quelle: http://www.presseportal.de/

Diese Meldung bietet viel Spielraum für Spekulationen: Trägt die Kuh vielleicht Erbmasse einer Seekuh in sich? Baden Kühe ab und an? Hat sie Verwandte auf dem Ostufer? Ist das Gras am anderen Ufer immer grüner? War ihre Luftmatratze abgetrieben? Wollte sie für eine Wassergeburt trainieren? Wollte sie sich taufen lassen? Wir werden es wohl nie erfahren.

Erneuerung der Regenentwässerung

Sommer 2013: Das Thema war über Jahre ein Dauerbrenner in den Sitzungen der Gemeindevertretung und Dorfgespräch nach jedem Starkregen: Die alte Regenentwässerungsleitung aus DDR-Tagen muß dringend saniert werden. Mittels Kanal-TV wurde eine Sonde in die marode Betonröhre eingeführt und so wurde die Bescherung sichtbar: Wurzeln ragten in die Leitung, Sandeinbrüche, zerbröselter Beton. Da half keine Spülung mehr.

Allein die veranschlagten Kosten verhinderten, daß die Sanierung schon vorgenommen wurde. Doch nun wurde für das Jahr 2013 eine Finanzierungsmöglichkeit gefunden und das Projekt in Angriff genommen. Seit Juni schiebt sich eine Wanderbaustelle die Hauptstraße entlang. Der Verkehr mußte zeitweilig über die Straße Am Kanalweg umgeleitet werden.

Die ausführende Firma MMT richtete auf dem Parkplatz an der Einmündung zum Kanalweg einen vorübergehenden Bauhof ein. Die neue Leitung wird nun komplett unter dem Straßenkörper verlaufen, während die alte zum größten Teil auf den Grundstücken der Anlieger lag, wovon die Kanaldeckel in Auffahrten und Vorgärten zeugen.  Bis zu 3,5 Meter tief wird die neue Leitung verlaufen – ein Tribut an das Straßengefälle und leider auch Kostentreiber.

Mit Laserpräzision werden die Betonelemente der neuen Leitung versenkt und ausgerichtet. Das Gefälle muß stimmen, damit es später im wahrsten Sinne des Wortes gut läuft. Ende August ist der Strang verlegt und MMT beginnt mit dem Herststellen der Anschlüsse und Verfüllen der alten Leitungsschächte.

Schinko Ausstellung im Gutshaus Ludorf

Von Mai bis Ende August zeigt das Ludorfer Gutshaus Werke Schinkos

Seit es den heute über 80jährigen Werner Schinko 1946 nach Mecklenburg verschlug, wirkt er als Grafiker und aktiver Gestalter in Röbel. Seine Arbeiten (er-)kennt jedes Kind; die authentische, treffende Art, charakteristische Menschen und Landschaften darzustellen, den meisterlichen Umgang mit den Werkzeugen eines Grafikers. Es ist eine Freude zuzuschauen, wie bedächtig er seine Drucke handsigniert und man ahnt: bei diesem Mann gibt es keine unbedachten Striche. Alles landet  an seinem Platz.

Nach der Ausstellung zu seinem 80. Geburtstag stellt Werner Schinko nun im Gutshaus zum Thema “Heimat” aus und es ist eine Liebeserklärung an Land und Leute der Röbeler Gegend. Durch seine Arbeiten der letzten sechs Jahrzehnte ist er zum Chronisten der südlichen Müritz geworden.

Der Besuch der Ausstellung ist unbedingt zu empfehlen. Das sei auch denjenigen ans Herz gelegt, die meinen, schon alles von ihm zu kennen. Spätestens, wenn man in seinem neuen Bildband “Bilder des Nordens” geblättert hat, ist man ein weiteres Mal von der Vielfalt der Techniken und der Ausdruckskraft dieses vitalen Künstlers überrascht.

In der Ausstellung gibt es im doppelten Wortsinne Originale zu sehen; originale Werke und Originale der Spezies Mecklenburger; die Menschen bei der Arbeit und beim Klönschnack, Kinder, Müritzmöven, Katzen und Hunde.

Neben der Motivfindung in seinem unmittelbaren Umfeld müssen unbedingt auch seine Reiseskizzen, die unzähligen Buchgestaltungen, Exlibris und Landschaftsaquarelle erwähnt werden.

Wer die Ausstellung gesehen hat und begeistert ist, kann sich ein Stück Schinko mit nach Hause nehmen: Der erwähnte Band “Bilder des Nordens” der Edition Morizaner ist in der Ausstellung verfügbar.

Ein sehr schöner Artikel erschien beim Nordkurier (hier).