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Baltische Woche eröffnet

Am Freitag, dem 9.Oktober 2009, eröffnet der Botschafter der Republik Lettland, Exzellenz Ilgvars Klava im Romantik Hotel Gutshaus Ludorf mit einer Fotoausstellung über die lettischen Schlösser, Guts- und Herrenhäuser eine „Baltische Woche“.

Im Anschluss an die Eröffnung werden die Küchenchefs des Gutshauses Ludorf und des lettischen Schlosshotels Birini ein Menü vom Besten der mecklenburg-pommerschen und lettischen Küche zubereiten. Das Menü ist der Auftakt einer baltischen kulinarischen Woche im Restaurant „Morizaner“ des Romantik Hotels Gutshaus Ludorf. Das Gutshaus Ludorf als Mitglied des Vereins der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommerns möchte damit im ländlichen Mecklenburg eine neue Tradition begründen. Nun wird man sagen: neu und Tradition schließen sich aus! Vielleicht vordergründig.

Bei näherem Hinsehen jedoch haben die mecklenburgischen und lettischen Guts- und Herrenhäuser gemeinsame Wurzeln und eine sehr lange gemeinsame Tradition, die wir in neuer zeitgemäßer Form aufleben lassen wollen.

Eine ganze Reihe dieser steingewordenen Zeugnisse historischer Architektur konnte Dank der privaten Initiative Einzelner vom Verfall gerettet, denkmalschutzgerecht saniert und einer neuen, in erster Linie touristischen Nutzung zugeführt werden.

Diese Häuser sind heute die Perlen des Tourismus im ländlichen Raum. Mecklenburg-Vorpommern hat aktuell über 300 sanierte und touristisch genutzte Schlösser, Guts- und Herrenhäuser. Auch in Lettland sind eine ganze Reihe dieser Häuser vorbildlich saniert und für den Tourismus geöffnet worden.

Jedoch ist der Anteil der ausländischen Gäste in diesen Häusern noch relativ gering. Das liegt natürlich in erster Linie am mangelnden Bekanntheitsgrad dieser Häuser. Der Tourismus konzentriert sich zurzeit noch zu stark auf Riga, bzw. in Mecklenburg-Vorpommern auf die Küste.  Mit der Initiierung einer Woche der baltischen Schlösser, Guts- und Herrenhäuser wollen wir einen Beitrag zur Verbesserung des Bekanntheitsgrades dieser Häuser leisten.

Der Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern und die Association of Latvian Castles, Palaces and Manors im Großen sowie das Schlosshotel Gutshaus Ludorf und das Schlosshotel Birini im Kleinen haben in den vergangenen Jahren bereits vielfältige Kontakte gepflegt. Die Baltische Woche soll diese weiter vertiefen.

Erntefest 2009

Der Kulturverein Ludorf e.V. bereitet auch in diesem Jahr mit der Unterstützung vieler Helfer das Erntefest vor. Hier ist der Plan:

  • 14.30 Uhr: festlicher Umzug durch’s Dorf
  • ca. 15.00 Uhr: Kaffee & Kuchen
  • bis ca. 17 Uhr: Platzkonzert mit der Röbeler Blaskapelle
  • 17 Uhr: Gundi aus Berlinchen tritt auf.
  • ab 19:30 Uhr: Erntetanz mit Müritzsound
  • gegen 3 Uhr: Ende der Veranstaltung

Für das leibliche Wohl sorgt Familie Klaage.

Gutshaus Ludorf erhält Ehrenplakette

Jedes Jahr werden einen Tag lang Denkmale geöffnet, die sonst so nicht zugänglich sind. Aber auch öffentliche Denkmale beteiligen sich an diesem Aktionstag, der eine gute Gelegenheit bietet, mal wieder durch alte Gemäuer zu schlendern und über die Handwerkskunst unserer Altvorderen zu staunen.

Höhepunkt in diesem Jahr (Pressemitteilung des Gutshauses):

Minister Tesch überreicht Denkmalplaketten an Besitzer von vorbildlich instand gesetzten Gutshäusern

Unter den über 1000 Gutsanlagen unseres Landes sind etwa 75 % bereits saniert. Eine Vielzahl davon in hervorragender Weise. Überwiegend befinden sie sich im Privatbesitz. Auch wenn das Land mit verschiedenen Förderprogrammen die finanzielle Last der Instandsetzungsmaßnahmen  mildert, so ist private Initiative unentbehrlich, um die Erhaltung der Guts- und Herrenhäusern auf  Dauer zu gewährleisten.

Die Verleihung der Denkmalplakette am Vorabend des Tages des offenen Denkmals, dient der Würdigung des privaten Engagements bei der Erhaltung des ländlichen Kulturerbes. Stellvertretend für die große Zahl der engagierten Bauherren werden die Besitzer des Gutshauses Ludorf (Manfred und Keril Achtenhagen) und 6 weitere Eigentümer mit der Denkmalplakette und der Urkunde ausgezeichnet.

Jedes dieser Guts- und Herrenhäuser steht für eine außergewöhnliche Leistung.

In Ludorf wurden einmalige ganzflächige Deckenmalereien unter Nutzungseinbußen gerettet und zur Geltung gebracht und unkonventionelle Lösungen gefunden, um die historische Struktur zu erhalten und touristisch zu nutzen.

Die Authenzität des Hauses in Verbindung mit der hervorragenden regionalen Küche, die dem SLOW FOOD Gedanken verpflichtet ist, hat dem Romantik Hotel Gutshaus Ludorf einen weit über die Landesgrenzen hinausragenden guten Ruf beschert.

Alle jetzt ausgezeichneten  Denkmale bilden kulturelle und wirtschaftliche Zentren ihrer Regionen und initiieren weitere positive Entwicklungen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Auszeichnung mit der Denkmalplakette kann als kleiner Denkmalpreis verstanden werden.

Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das Bau- und Bodendenkmale von besonderer Wichtigkeit für das Land entsprechend einer Richtlinie kennzeichnet und dabei die Ehrung für besonderes Engagement bei der Erhaltung von Kulturerbe unseres Landes einbezieht.

Die Veranstaltung findet im Vorfeld des Tages des offenen Denkmals statt, der dieses Jahr unter dem Motto: „Historische Orte des Genusses“ steht. Das passt zum Ludorfer Haus, das auch Gründungsort und Sitz des SLOW FOOD Conviviums Müritz ist. www.slowfood.de

70 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ludorf

n diesem Jahr wird die Ludorfer Feuerwehr 70 Jahre alt. Aus diesem Grunde bereiteten sich die Kameradinnen und Kameraden der Wehr, unterstützt von der Gemeinde und Helfern, ein schönes Jubiläum. Bei bestem Sommerwetter zog eine Karawane von Wehren kreuz und quer durch Ludorf, abgesichert von der Polizei.

Gern hätten wir mehr Einwohner auf der Straße gesehen, insbesondere diejenigen, die erwarten, daß die Wehr mitten in der Nacht binnen fünf Minuten vor Ihrem Haus steht, falls es einmal brennen sollte oder der Keller bei einem Unwetter voll läuft.

Eine lange Schlange von Feuerwehrfahrzeugen aus Ludorf und den Nachbarorten bewegt sich durch Ludorf. Die Wehren aus Röbel, Priborn und Bollewick waren gekommen, um gemeinsam zu feiern.

Der Bürgermeister, Andreas Bau, dankte in seiner Ansprache den Kameraden und Kameradinnen für ihren unermüdlichen Einsatz und veranschaulichte, welche Mühen und Einschränkungen sie auf sich nehmen, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Allzuoft wird vergessen, daß die Feuerwehrleute nach einer durchgearbeiteten Nach bei Brand oder Unfallbergung, der Suche nach verunglückten Wassersportlern oder Katastropheneinsätzen morgens ganz normal zur Arbeit fahren müssen, mit den Bildern der Nacht im Kopf, müde und erschöpft. Und das alles ehrenamtlich!

Eingeladen waren auch die Veteranen der Wehr, die in jüngeren Jahren über Ludorf wachten, sowie der Nachwuchs. In diesem Zusammenhang rufen wir alle interessierten Kinder und Jugendlichen auf, mal zu Besuch zu kommen, die Feuerwehrtechnik hautnah zu erleben und vielleicht sogar Mitglied der Jugendfeuerwehr zu werden.

Seit vielen Jahren schon unterstützt die Gemeinde ihre Wehr materiell. Im Mai 1998 wurde das neue Wehrgebäude eingeweiht. Schulungen, Ausrüstung, Unterhalt der Technik; all das bestreitet die Gemeinde alljährlich aus ihrem Haushalt.

Den ganzen Abend lang wurde gefeiert, zur Musik von DJ Andy aus Mirow getanzt und gespaßt.

Danke, Ihr Feuerwehrleute,
daß wir ruhig schlafen können!

Errichtung des Maibaums 2009

Der Kulturverein hatte alles perfekt geplant. Und es war perfekt. Das sagten die Anwesenden. Die anderen haben es schlicht verpasst! Klasse statt Masse. Die Birke ist mittlerweile Tradition. Punkt. Blasmusik war, muß aber nicht sein. Daß es auch ohne geht, haben wir in diesem Jahr gesehen.

Am Nachmittag war es sonnig und warm. Abends wurde es erst frisch, dann kalt. Schiet Ostwind! Das besonders die Meinung der Landwirte, die unter der wochenlangen Trockenzeit leiden. Die Meteorologen, Klimaforscher und Umweltschützer sprechen von “frühsommerlicher Dürre”. Nun ja. Wat den enen sin Uhl, is den annern sin Nachtigall, wussten schon unsere Altvorderen.

Wir konzentrieren uns auf den Spaß. Positives Denken ist in diesen Zeiten wichtig, also Maibaum, Lagerfeuer mit Knüppelkuchen, tobende Kinder. Das besonders!

Ostermarsch Fretzdorf: Gegen das Bombodrom

Am Ostersonntag trafen sich etwa 10.000 Menschen zur inzwischen 17. Osterwanderung in Fretzdorf. Trotz der gewonnenen Prozesse gegen die Bundeswehr setzten Anwohner und Sympathisanten erneut ein eindrucksvolles Zeichen gegen den geplanten Bombenabwurfplatz. Kämpfen statt Feiern. Auch Ludorf unterstützt den Rechtsstreit im Rahmen der Südallianz.

Osterfeuer 2009

Nach einigen Jahren hinter dem Feuerwehrgebäude wurde das Osterfeuer in diesem Jahr wieder auf dem Reitplatz organisiert. Mit dem Wetter hatten wir bei 20°C und leichtem Nordostwind großes Glück und auch der Holzstoß war schön trocken, so daß die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ludorf das Feuer schnell anfachen konnten und sich die Rauchentwicklung auf dem Platz in Grenzen hielt. Leider zog die Rauchfahne quer durch Ludorf und am nächsten Morgen konnte man die Rußflocken auf den geparkten Autos bestaunen. Diese Nebenwirkungen werden aber im Allgmeinen gern in Kauf genommen (Dat mokt nix. Lot doch den Schiet. Dat geiht wedder af.), denn ein Feuer dieser Größenordung gibt es nur einmal im Jahr.

Frauentagsfeier 2009

n diesem Jahr fiel der Internationale Frauentag auf einen Sonntag. Willkommener Anlaß, um reinzufeiern! Die Randbedingungen waren klar und die Spielregeln aus den Jahren zuvor bekannt: Los ging’s mit Kaffee & Kuchen, DJ war Torsten Simon aus Röbel, das Kulturprogramm war langfristig vorher gebucht und geplant worden. Ach so: die Männer! Als allzeit bereite Kellner, Abwäscher und Suppenköche, Musiker und Kulturakteure wirkten sie an der Feier eher hinter den Kulissen. Aber ihren Spaß hatten sie auch. Höhepunkt war zu später Stunde der Auftritt des Lärzer Männerballetts, der in dem von Torsten Simon bestens vorgeheizten Saal des Gemeindezentrums offene Türen einrannte, denn die Stimmung war schon lange auf dem Höhepunkt. Und dort blieb sie auch für den Rest des Abends. Es wurde ausgelassen getanzt, gespaßt und geschwatzt.

Um es ganz deutlich zu sagen: Die gesamte Feier wurde von den Frauen in eigener Regie organisiert und sie bedanken sich an dieser Stelle ganz herzlich für die tatkräftige Unterstützung. Etwas überrascht lasen wir am Montag im Nordkurier, dass im Röbeler Haus des Gastes nur gut ein Dutzend Frauen gefeiert haben! In Ludorf waren etwa 80 Frauen. Kein Wunder, denn dass frau in Ludorf hervorragend zu feiern versteht, hat sich herumgesprochen. Wer also im nächsten Jahr dabei sein will, sollte sich rechtzeitig um die knappen Karten bemühen.

Die Müritz ist zugefroren!

In der zweiten Januarwoche ist die Müritz nach etwa einer Woche mit Nachttemperaturen zwischen -5 und -15 °C komplett zugefroren. Das war zum letzten Mal 2005/6 der Fall. Am 10. und 11.1. kamen die Ludorfer und Zielower mit Kind und Kegel zum Schlittschuhlaufen an die Müritz.