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Vernissage Daniela F. Lüers

Das Team des Gutshauses Ludorf hatte in den Barocksaal eingeladen. Den Gastgebern, Familie Achtenhagen, war es gelungen, Daniela Friederike Lüers für eine Ausstellung zu gewinnen. Frau Lüers, die auch einige Jahre in Ludorf wohnte, hatte aus Ihrem umfangreichen und vielseitigen Portfolio eine Reihe Aquarelle und Mischtechniken ausgewählt, die man nun im Gutshaus in passendem Ambiente anschauen und natürlich auch kaufen kann. Herr Achtenhagen hieß die Gäste der Vernissage willkommen und übergab dann das Wort an Dr. Witte, den Direktor des Schliemann-Museums Ankershagen, der als Laudator die Künstlerin und ihre Werke vorstellte. Ihre Vita weist Frau Lüers als überregional geachtete Meisterin der Malkunst aus. Weiterhin ging er auf die Besonderheiten der Aquarelltechnik, ihre Geschichte und verwendete Materialien ein.

So kamen die Gäste untereinander, aber natürlich auch mit der Künstlerin, schnell ins Gespräch. Die Ludorfer und Kenner der Umgebung konnten viele landschaftlich schöne Flecken auf den Bildern wiederfinden. Auch, wenn sie nicht mehr hier wohnt, komme sie noch oft her, um zu malen, gestand sie. Frau Lüers versteht es meisterhaft, Stimmungen und Landschaften einzufangen und auf Leinwand, bzw. Papier zu bannen. Die gewählten Perspektiven und überraschender Detailreichtum lassen ihre Freude am Malen und die Liebe zur Natur erahnen.
Wer einen Vorgeschmack möchte, kann sich auf der Website der Künstlerin informieren. Unsere dringende Empfehlung ist aber der persönliche Besuch der Galerie im Gutshaus, die ständig geöffnet ist. Wir danken dem Team des Gutshauses für die nette Bewirtung und die Beherbergung der Ausstellung, die eine echte Bereicherung des Lebens in Ludorf ist.

Reit-, Spring- und Fahrturnier 2008

In diesem Jahr war das traditionelle Reitturnier (so ist die eingebürgerte Kurzbezeichnung) zugleich Kreismeisterschaft im Dressur- und Springreiten. Über zwei Tage gab es gutorganisierten Pferdesport der sehenswerten Art. Neben den Reitern waren auch Gespanne zu bewundern. Aus ganz Norddeutschland kommen mittlerweile die Starter mit ihren edlen Tieren nach Ludorf.  Im letzten Jahr und auch 2008 hatte die Gemeinde erhebliche Mittel in die Sanierung des Kampfrichterturms investiert, um den Fortbestand des Turniers und seine Attraktivität zu sichern.

Mit vielen freiwilligen Helfern war es dem Ludorfer Reitverein wieder gelungen, eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Angesichts des wechselhaften Wetters der letzten Wochen hatten die Ludorfer ausgesprochenes Glück an diesem Wochenende.

Konzertsommer: Musikalische Farbmalerei

Um es gleich vornweg zu schicken: Die Konzertbesucher waren überrascht, aus wie vielen beweglichen Teilen so eine Konzertharfe besteht. Wann hat man auch schon mal Gelegenheit, ein Meisterinstrument aus der Nähe zu sehen und sogar mit einer Harfistin sprechen zu können? 64 Saiten, dazu sechs Pedale mit jeweils drei Stellungen. Man ahnt vage die Vielfalt der Klänge, die so ein schwergewichtiges Instrument zu erzeugen vermag.

Dargeboten wurden Werke von bekannten Komponisten wie Debussy und Satie bis hin zu zeitgenössischen und wohl nur Kennern bekannten Autoren.  Der Größenunterschied zwischen Flöte und Harfe mag suggerieren, daß Letztere der Flöte die Schau stehlen könnte. Mitnichten! Die beiden Musikerinnen harmonierten ganz vorzüglich miteinander. Viele der Stücke erlaubten es ihnen, sich gegenseitig Themen zuzuspielen, die aufgegriffen und musikalisch entwickelt wurden. Die Künstlerinnen hatten sichtlich Spaß an ihrer Musik. Auch in ihren Solostücken brillierten beide mit technisch sauberem und ausdrucksvoll vorgetragenen Spiel.
Diese Freude an der Musik übertrug sich auf das Publikum – die Kirche war gut gefüllt – und führte wirklich zu der durch den Titel der Veranstaltung suggerierten farbenfrohen und phantasiereichen Malerei mit Instrumenten.

Gegen Tieffluglärm und Kriegsübungen

Ludorf liegt nordwestlich des von der Bundesregierung seit 1992 geplanten Luft-Boden-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide, dem sogenannten Bombodrom. Solange dauert auch das Tauziehen zwischen Bundesregierung und Bürgerbewegung.

Zu gut erinnern wir uns noch an den permanenten Flugbetrieb der NVA und der sowjetischen Streitkräfte bis zur Wende. Jahrzehntelang wurde in der Heide scharf geschossen, wurden mit großem Aufwand nach der Wende Blindgänger entschärft und der Militärmüll entsorgt, um das Gebiet einer zivilen Nutzung zuführen zu können. Doch nun sollen wieder wie in alten Zeiten Jagdflieger den Ernstfall üben. Nicht nur bundesdeutsche, sondern die gesamte NATO!

Wir sagen Nein! Wir wollen nicht mehr und wir werden dagegen kämpfen. Gegen die systematische Zerstörung unserer Natur, gegen Fluglärm, gegen die Sabotierung der Tourismusbranche, des Hauptwirtschaftszweiges in MeckPomm und Nordbrandenburg.

Die Ludorfer Bürger und ihre Gemeindevertretung sind engagiert im Kampf gegen das Bombodrom. Äußeres Zeichen sind die Hinweisschilder im Bereich der Gemeinde. Was nicht sichtbar ist, ist unsere Unterstützung der Südallianz, dem Zusammenschluß der Kommunen der Region zur Unterstützung der rechtlich klagenden Gemeinden Rechlin und Lärz.