Neujahrswanderung 2018

Gut eingepackt und mit festem Schuhwerk, machte sich eine Gruppe von Jung und Alt auch in diesem Jahr wieder auf, den Großen Schwerin unter Führung von Rainer Schwarz zu begehen. Der langjährige  Naturwart des Naturschutzgebiets „Großer Schwerin und Steinhorn“ resümierte das Jahr aus naturschützerischer Sicht und informierte über Instandhaltungsmaßnahmen auf dem Gelände. Letzte Zählungen seltener Orchideenarten, die nur auf dem Großen Schwerin in so großer Zahl vorkommen, haben rekordverdächtige Ergebnisse erzielt.

Die Wanderung verlief wie immer in guter Stimmung, im lockeren Austausch untereinander wurde Neujahr munter angegangen.

Rainer Schwarz wird nicht müde jedes Jahr aufs Neue zu betonen, dass Naturschutz sich nicht von alleine vollzieht,  sondern angewiesen ist auf Spenden, Einfluss auf die Politik und vor allem tatkräftige Unterstützung durch Einheimische.

Büchersegen für Ludorf

Manfred Achtenhagen staunte nicht schlecht über einen Besuch der besonderen Art, der sich in der Vorweihnachtszeit ereignete. Ein Mann namens Hans-Heinrich Steinbek klingelte an der Tür des Gutshauses und trat ein, um seine außergewöhnliche Geschichte zu erzählen.

Sie handelt von seinem Vater, eigentlich ein Röbeler, der zu Kriegsende als Bürgermeister in Ludorf eingesetzt war. Im Mai 1945 beobachtete er eine Szene, die ihn stark berührte. Russische Soldaten, die damals das Dorf besetzen, plünderten das Gutshaus. Sie entsorgten, was sie nicht brauchen konnten, unter anderem die Bibliothek des alten Gutsherrn, der kurz zuvor verstorben war. Einige Hundert Bücher landeten so auf dem Misthaufen. Als gelernter Buchdrucker konnte der Bürgermeister das nicht ertragen und rettete heimlich so viele Bücher, wie er nur konnte.

Viele Jahre blieben die Bücher dann in seinem Besitz und als er starb, gingen sie an seine Kinder über, denen er die Geschichte oft erzählt hatte.

72 Jahre nachdem sich die Geschichte zugetragen hatte, beschlossen sie, es sei an der Zeit, die geretteten Bücher nach Ludorf zurück zu bringen, zurück in die Bibliothek des Gutshauses, wo sie einst standen, zu Manfred Achtenhagen, auch ein Bücherliebhaber, der die Bibliothek heute pflegt.

Am Tag der Übergabe war dann sogar ein Kamerateam vom NDR zugegen, um von dem besonderen Ereignis zu berichten. Die Ludorferin Christa Hempel, die noch Sütterlin lesen kann, kam ins Gutshaus, um feierlich ein paar Sätze aus einem alten Tagebuch der Gutsfamilie vorzulesen. Manfred Achtenhagen bedankte sich für die Rückgabe und verkündete, dass er die Bücher nun zuerst sichten wolle, um sie dann wieder ordentlich in die Bibliothek einzusortieren.

33. Ma(h)l Regional und Vernissage

Die rund 50 Plätze für das 33. Ma(h)l Regional, dem zweimal im Jahr stattfindenden Festessen im Restaurant des Gutshaus Ludorf, waren schnell vergeben. Wie immer wurden regionale Produkte von den Produzenten vorgestellt und anschließend von den Köchen verarbeitet und auf dem Teller präsentiert.  Dem Motto „Wild, Wein & Kunst“ entsprechend gab es Wild aus dem Müritz Nationalpark und Wein von der Elbe. Georg Prinz zur Lippe schilderte sehr humorvoll sowohl den Ursprung des Weinanbaus seiner Familie im Elbtal, als auch die Rückkehr seiner Familie nach der Wende nach Proschwitz. Die Gäste erfuhren von den Besonderheiten der in Proschwitz angebauten Sorten, wie Elbling, Scheurebe und besonders der Rarität des Goldrieslings.

Auch die vorher feierlich eröffnete Gemälde-Ausstellung von Künstlerin Daniela Friederike Lüers widmet sich thematisch ganz dem Wild, genauer gesagt den Hirschen. Im Pop-Art-Stil schauen Sie von den Wänden des Barocksaals, der mit seinen Deckenmalereien das Thema Jagd fortführt. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich und während der Öffnungszeiten des Romantik Hotel Gutshaus Ludorf zu besichtigen.

Sturm Xavier sorgt für Zerstörung

Mit über 100 km/h starken Böen fegte Sturmtief Xavier am 5. Oktober über Ludorf hinweg und hinterließ eine Spur der Zerstörung.  Auch ein prächtiger Solitär aus dem Gutspark wurde zum Opfer.

Lampionumzug 2017

Auch in diesem Jahr hat der Kulturverein wieder zum gemütlichen Beisammensein mit Feuerschale, Bratwurst vom Grill, Knüppelkuchen, Glühwein und anschließendem Lampionumzug eingeladen. Nachdem Petrus den ganzen Tag die Schleusen geöffnet hat, hat er pünktlich zu Beginn der Veranstaltung den Wasserhahn zu gedreht und für einen schönen Abend gesorgt.

Einheimische und auch Fremde sind der Einladung zahlreich mit vielen selbst gebastelten Laternen gefolgt. Für die etwas größeren Jungs gabs coole Fackeln. Nach viel Spiel, Spass und einer deftigen Stärkung hat der komplette Umzug das ganze Dorf hübsch erleuchtet und für eine gemütliche Stimmung gesorgt.

Bei Glühwein und Saft ließen alle den Abend gemütlich ausklingen und freuen sich schon auf das nächste Jahr.

Unterirdische Gruft entdeckt

Nur einige wenige Meter neben der Ludorfer Kirche machte Gemeindearbeiter Erwin Püpke beim routinemäßigen Mähen eine besondere Entdeckung. Die Erde gab nach und legte einen ca. 2,5 x 1,5 m großen Hohlraum frei. Bei genauerer Betrachtung ließen sich gemauerte Wände und ein Sarg erkennen. Sofort wurde die Grabstätte abgesperrt und Experten übergeben.

Elke Schanz, Dezernentin für frühgeschichtliche Gräber vom Denkmalamt Schwerin, konnte aufgrund der Maße der Ziegel (Reichsformat), die beim Bau der Gruft verwendet wurden schließen, dass sie frühestens 1871 entstanden sein muss. Es handelt sich um einen Zinksarg, wie er auch in den anderen Ludorfer Grabkammern vorzufinden ist, allerdings wurden keine Wappen oder andere Hinweise gefunden. Es wurde auch keine Öffnung des Sargs vorgenommen, dazu gebe es keinen Anlass, so die Dezernentin.

Die Weißenfels läuft Ludorf an

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Die Weißenfels, ein Ausflugsschiff der Weißen Flotte, legte anlässlich einer Hochzeit im Gutshaus Ludorf, am Ludorfer Hafen an. An- und Ablegemanöver verliefen ohne Probleme.